Leistung pro Herzschlag (EF — Efficiency Factor) — so verfolgst du den Fortschritt deiner aeroben Basis

Der Efficiency Factor (EF) ist die gewichtete Leistung (NP) geteilt durch die mittlere Herzfrequenz einer Einheit oder eines Intervalls — er sagt, wie viele Watt du pro Herzschlag „kaufst". Ein Fahrer mit NP 180 W bei 135 S/min hat einen EF von 1,33; liefert dieselbe Herzfrequenz nach 8 Wochen Basis 195 W, steigt der EF auf 1,44 — der harte Beweis, dass die aerobe Basis real gewachsen ist. Es ist die einfachste Metrik des aeroben Fortschritts: steigender EF bei vergleichbaren Einheiten = der Motor läuft effizienter.

Der Sinn des EF folgt aus der Physiologie: Die Herzfrequenz spiegelt die innere Kosten einer Belastung, die Leistung den äußeren Effekt. Basisanpassungen (größeres Schlagvolumen, mehr Mitochondrien, bessere Fettoxidation) sorgen dafür, dass dieselbe Leistung weniger Schläge kostet. Die FTP steht in der Basisperiode oft still — der EF steigt trotzdem, weil er etwas anderes misst als die maximale Kapazität. Darum ist er die Metrik erster Wahl für die Effekte des aeroben Fahrens.

Wie du den EF berechnest und vergleichst

Welcher EF-Anstieg bedeutet echten Fortschritt der aeroben Basis?

Ein Trend von +5–8% über 6–8 Wochen vergleichbarer Einheiten ist der typische, reale Effekt eines Basisblocks — z. B. von 1,30 auf 1,38. Einzelne Sprünge von 3–4% zwischen zwei Fahrten sind Rauschen (Schlaf, Koffein, Temperatur, Stress). Schau auf den gleitenden Mittelwert mehrerer Einheiten desselben Typs, nicht auf ein Einzelergebnis.

Was die EF-Ablesung verfälscht

Die Herzfrequenz reagiert auf alles, nicht nur auf die Form — der EF verlangt also Messhygiene:

EF oder Decoupling — was verfolgt die aerobe Basis besser?

Beides, weil sie Verschiedenes messen: der EF zeigt das Niveau der Effizienz, das Decoupling ihre Haltbarkeit über die Zeit. Steigender EF bei schrumpfendem Drift (<5%) ist das Lehrbuchbild einer reifenden Basis. Ein EF, der bei hohem Drift steigt, deutet an, dass du zu hart fährst und die Verbesserung nur scheinbar ist.

Fazit

Der EF ist der günstigste „Formtest", den es gibt — kein Test bis zur Erschöpfung, nur Brustgurt, Leistungsmesser und vergleichbare Einheiten. Berechne NP/HF für konstante, wiederholbare Zone-2-Workouts, verfolge den 6–8-Wochen-Trend und lies ihn zusammen mit dem Herzdrift. Ein Anstieg um 5–8% heißt: Der Basisblock wirkt, auch wenn die FTP noch steht. Und wenn der EF trotz Umfang aufhört zu steigen — das ist das Signal, dass die Basis gereift ist und Intensität dran ist, statt weitere identische Stunden zu kurbeln; das PMC-Diagramm zeigt dir den Spielraum.

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