Blockperiodisierung auf dem Rollentrainer — eine Methode für vielbeschäftigte Amateure

Blockperiodisierung bedeutet, das Training 2–4 Wochen lang auf eine dominierende Eigenschaft zu fokussieren, statt jede Woche alles zu mischen. Für einen vielbeschäftigten Amateur ist es das effektivste Modell bei 5–8 Stunden: Du konzentrierst den Reiz (z. B. ein VO2max-Block: 3 harte Einheiten/Woche), erntest eine starke Anpassung und nimmst dann eine leichtere Woche. So vermeidest du die „Grauzone" und steuerst die Form klar im PMC-Diagramm.

Die klassische lineare Periodisierung setzt große Umfänge und eine schrittweise Phasenprogression über die Saison voraus. Das Problem: Ein Amateur mit 6 Stunden pro Woche hat nicht den Umfang, damit das funktioniert. Blockperiodisierung dreht die Logik um — statt den Reiz zu verdünnen, konzentrierst du ihn. Ein System (etwa die aerobe Decke) bekommt einen starken, fokussierten Treffer, während andere Eigenschaften mit minimaler Dosis „erhalten" werden. Der Rest des Körpers erholt sich, während ein System bombardiert wird.

Wie du einen Block in der Praxis baust

Die Standardstruktur ist ein 3:1-Rhythmus — drei Wochen steigende Last, eine Woche Entlastung. Ein Beispiel-VO2max-Block für 270 W FTP:

Wie viele Wochen sollte ein einzelner Block dauern?

Der optimale Block für einen Amateur ist 3 Wochen Arbeit + 1 Woche Entlastung. Kürzer (1–2 Wochen) löst keine volle Anpassung aus; länger (5+ Wochen ohne Entlastung) führt zu Ermüdungsakkumulation, sichtbar als fallende Intervallleistung und ein sich vertiefender negativer TSB.

Reihenfolge der Blöcke über die Saison

Blöcke laufen vom Allgemeinsten zum Spezifischsten relativ zu deinem Ziel:

Wie vermeidest du Überlastung in einem fokussierten Block?

Ein fokussierter Reiz hebt die Ermüdung schnell, also steuere nach TSB, nicht nach Gefühl. Fällt der TSB in der dritten Woche unter −30 und die Intervallleistung sinkt, kürze den Block und entlaste früher. Ein aerober Reset in Zone-2-Basisarbeit und die Zeichen von Übertraining helfen beim Gegensteuern. Ein Block soll kontrolliert wehtun, dich nicht für einen Monat zerlegen.

Fazit

Blockperiodisierung ist für die, die wenig Zeit haben und das Maximum herausholen müssen: fokussiere den Reiz 3 Wochen auf eine Eigenschaft, entlaste in der vierten, teste und geh zum nächsten Block. Plane nicht im Kopf — plane im PMC-Diagramm und beobachte den CTL-Aufbau und die TSB-Schwankungen. Ein Block ohne geplante Entlastungswoche ist keine Periodisierung — es ist ein direkter Weg zu Stagnation und Burnout.

Trainiere smarter mit WattLog.pro

WattLog.pro sammelt Daten von deinem Trainer und zeigt, was wirklich mit deiner Form passiert.

WattLog.pro kostenlos testen →

← Alle Blogbeiträge