Zecken und Radfahren — Schutz und richtiges Entfernen

Wer abseits asphaltierter Straßen fährt, fährt durch Zeckengebiet. Die kleinen Spinnentiere sitzen im Gras und Gebüsch — und warten auf genau dich.

Warum Radfahrer betroffen sind

Zecken lauern in Gräsern und niedrigem Gebüsch bis ca. 1,5 m Höhe. Beim Mountainbiken, Graveln oder Pausieren im Gras streifst du sie ab. Besonders aktiv sind sie von März bis Oktober bei Temperaturen über 8 °C.

Schutz vor Zecken

Nach der Tour: Absuchen

Zecken brauchen oft Stunden, bevor sie zubeißen. Direkt nach der Fahrt:

  1. Gesamten Körper absuchen — besonders Kniekehlen, Leiste, Achseln, Haaransatz
  2. Kleidung ausschütteln oder bei 60 °C waschen
  3. Dusche hilft, noch nicht festgesaugte Zecken abzuspülen

Zecke richtig entfernen

  1. Zeckenzange oder Zeckenkarte direkt an der Haut ansetzen
  2. Langsam und gerade herausziehen — nicht drehen
  3. Einstichstelle desinfizieren
  4. Datum notieren und Stelle beobachten (4–6 Wochen)

Nicht: Öl, Klebstoff oder Nagellack auftragen. Die Zecke erbricht sich und überträgt mehr Erreger.

Wann zum Arzt?

FSME-Impfung

In Risikogebieten (Süddeutschland, Österreich, Schweiz) ist die FSME-Impfung empfehlenswert. Drei Dosen, Auffrischung alle 5 Jahre. Gegen Borreliose gibt es keine Impfung — schnelles Entfernen ist der beste Schutz.

Fazit

Zecken sind kein Grund, nicht zu fahren. Repellent, lange Kleidung, Absuchen nach der Tour. Und eine Zeckenzange ins Satteltäschchen — wiegt nichts, kann viel verhindern.

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