20 km mit dem Rad zur Arbeit — machbar? Und wie vorbereiten?
20 km einfach — das sind 40 km am Tag. Klingt nach viel? Auf dem Rad sind das 45–70 Minuten pro Strecke. Viele Menschen sitzen genauso lange im Stau. Aber kann man das wirklich jeden Tag machen?
Wie lange dauern 20 km?
| Tempo | Dauer (20 km) | Fahrertyp |
|---|---|---|
| 20 km/h | 60 Min | Gemütlich, Stadtrad |
| 25 km/h | 48 Min | Moderat, Trekkingrad |
| 30 km/h | 40 Min | Sportlich, Rennrad |
Mit einem E-Bike verkürzt sich die Fahrzeit um 20–30 % — und du kommst weniger verschwitzt an.
Lohnt es sich?
- Kosten — Kein Benzin, kein Parkplatz, keine Fahrkarte. Bei 220 Arbeitstagen und 30 Cent/km Auto sparst du über 2.600 € im Jahr.
- Fitness — 40 km täglich bei moderatem Tempo verbrennen 800–1.200 kcal. Das ist ein vollwertiges Training, das du nicht extra einplanen musst.
- Zeit — In vielen Städten ist das Rad auf Strecken von 10–20 km schneller als Auto oder ÖPNV, besonders zu Stoßzeiten.
- Kopf — Die Fahrt zur Arbeit wird zum Ritual, das den Kopf frei macht. Viele Pendler berichten, dass sie konzentrierter ankommen als nach der S-Bahn.
Was du brauchst
- Ein zuverlässiges Rad — Trekkingrad oder Gravelbike mit Schutzblechen und Gepäckträger. Pannensichere Reifen sind Gold wert.
- Wechselkleidung — Hose, Hemd/Bluse, Schuhe am Arbeitsplatz deponieren. Funktionsunterwäsche trocknet schnell.
- Grundausstattung — Licht (Pflicht!), Schloss, Regenüberzug für den Rucksack, Ersatzschlauch und Minipumpe.
- Duschmöglichkeit — ideal, aber nicht zwingend. Feuchttücher und Deo reichen bei moderatem Tempo.
Wie starten?
- Testfahrt am Wochenende — Strecke erkunden, Zeit messen, Problemstellen identifizieren.
- Langsam steigern — Nicht gleich 5 Tage pro Woche. Starte mit 2–3 Tagen und steigere nach 2–3 Wochen.
- Reserveplan — An Regentagen oder bei Termindruck: ÖPNV oder Auto als Backup.
- Route optimieren — Radwege, Nebenstraßen, ruhige Abschnitte. Die schnellste Route ist selten die beste — die angenehmste ist nachhaltiger.
Was bei schlechtem Wetter?
Regen ist selten das Problem — fehlende Vorbereitung schon. Mit richtiger Kleidung und Schutzblechen ist Regen kein Grund, das Auto zu nehmen. Glatteis und Sturm dagegen sind es — hier zählt gesunder Menschenverstand.