Welche Muskeln arbeiten beim Radfahren?

Radfahren ist ein Ganzkörper-Sport — auch wenn es sich nicht so anfühlt. Die Beine leisten die Hauptarbeit, aber ohne Core und Oberkörper würdest du vom Rad fallen.

Primäre Muskeln (Antrieb)

Quadrizeps (Oberschenkelvorderseite)

Der stärkste Muskel beim Radfahren. Erzeugt die meiste Kraft im Bereich von 12–5 Uhr (Druckphase). Je niedriger die Kadenz, desto mehr Belastung.

Gluteus maximus (Großer Gesäßmuskel)

Unterstützt den Quadrizeps, besonders bei steilen Anstiegen und im Wiegetritt. Stabilisiert die Hüfte.

Hamstrings (Oberschenkelrückseite)

Ziehen am Pedal im Bereich 6–9 Uhr (Zugphase). Besonders aktiv bei Klickpedalen und rundem Tritt.

Wadenmuskulatur

Überträgt die Kraft auf das Pedal über den Fuß. Gastrocnemius und Soleus stabilisieren das Sprunggelenk.

Stabilisierende Muskeln

Core (Bauch- und Rückenmuskulatur)

Stabilisiert den Oberkörper, damit die Beine effizient treten können. Ohne Core wippst du auf dem Sattel. Je stärker der Core, desto mehr Kraft kommt aufs Pedal.

Rückenstrecker

Halten den Oberkörper in der Vorbeuge. Schwache Rückenstrecker = Rückenschmerzen nach 60 Minuten.

Schultern und Arme

Tragen einen Teil des Körpergewichts, steuern den Lenker, stabilisieren bei Sprints und im Wiegetritt. Trizeps und Deltoideus arbeiten statisch.

Tretphasen

PositionHauptmuskel
12–3 Uhr (Druck beginnt)Gluteus, Quadrizeps
3–6 Uhr (maximale Kraft)Quadrizeps, Waden
6–9 Uhr (Zugphase)Hamstrings, Hüftbeuger
9–12 Uhr (Übergangsphase)Hüftbeuger, Quadrizeps

Was Radfahren NICHT trainiert

Fazit

Radfahren ist ein Bein-Sport mit Core-Anteil. Quadrizeps und Gesäß leisten die Hauptarbeit. Wer schneller werden will, trainiert auch Core, Hamstrings und Rücken — abseits des Rads.

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