Sicherheit im Straßenverkehr — Perspektive von Radfahrer und Autofahrer

Radfahrer und Autofahrer teilen dieselbe Straße, sehen sie aber völlig anders. Die Perspektive der anderen Seite zu verstehen ist der erste Schritt zu mehr Sicherheit — denn die meisten Unfälle entstehen aus mangelndem Verständnis, nicht aus böser Absicht.

Aus Sicht des Radfahrers

Aus Sicht des Autofahrers

Was Radfahrer tun können

  1. Sichtbar sein — Licht, reflektierende Kleidung, klare Handzeichen. Nicht davon ausgehen, dass man gesehen wird.
  2. Vorhersehbar fahren — geradeaus fahren, nicht zwischen parkenden Autos hindurchschlängeln. Position auf der Fahrbahn halten.
  3. Blickkontakt suchen — an Kreuzungen und Einfahrten. Wenn du den Autofahrer nicht siehst, sieht er dich wahrscheinlich auch nicht.
  4. Defensiv fahren — Recht haben und trotzdem im Krankenhaus landen ist kein Gewinn. Im Zweifel: bremsen.

Was Autofahrer tun können

  1. Schulterblick — vor jedem Abbiegen, vor jedem Türöffnen. Der tote Winkel ist real.
  2. 1,5 m Abstand — beim Überholen innerorts, 2 m außerorts. Wenn der Platz nicht reicht: dahinter bleiben.
  3. Geduld — 10 Sekunden hinter einem Radfahrer kosten weniger als ein Unfall. Die nächste Überholmöglichkeit kommt.
  4. Radfahrer als Verkehrsteilnehmer respektieren — sie haben dasselbe Recht auf die Straße. Hupen und Drängeln helfen niemandem.

Die Lösung liegt in der Mitte

Weder Radfahrer noch Autofahrer sind „die Guten" oder „die Bösen". Beide machen Fehler, beide haben berechtigte Frustrationen. Der Unterschied: Bei einem Zusammenstoß verliert immer der Radfahrer. Das ist Grund genug, auf beiden Seiten mehr Vorsicht walten zu lassen.

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