Radhandschuhe — warum du sie tragen solltest
Helm — klar. Brille — oft. Handschuhe? Werden von vielen ignoriert. Dabei sind die Hände beim Radfahren ständig belastet — und im Ernstfall schlecht geschützt.
Warum Radhandschuhe sinnvoll sind
1. Schutz vor Taubheit und Kribbeln
Der Ulnar-Nerv verläuft durch das Handgelenk. Dauerdruck auf den Lenker kann ihn reizen — taube Finger sind die Folge. Gepolsterte Handschuhe dämpfen den Druck und verteilen ihn gleichmäßiger.
2. Besserer Grip
Schweiß macht den Lenker rutschig. Handschuhe mit Gripflächen geben Halt — besonders auf dem Mountainbike und bei Nässe.
3. Schutz bei Stürzen
Beim Sturz greifst du instinktiv nach vorne. Ohne Handschuhe: Schürfwunden, aufgeschürfte Handballen. Mit: deutlich weniger Verletzung. Im Gelände unverzichtbar.
4. Komfort auf langen Fahrten
Vibrationen vom Untergrund summieren sich. Auf einer 4-Stunden-Tour wirst du den Unterschied spüren — weniger Ermüdung, weniger Druckschmerz.
Welcher Typ?
| Typ | Einsatz | Eigenschaft |
|---|---|---|
| Kurzfinger | Sommer, Straße | Leicht, atmungsaktiv, Polsterung an Handballen |
| Langfinger | MTB, kühle Tage | Mehr Schutz, besserer Grip |
| Winter | Unter 5 °C | Isoliert, winddicht, oft mit Lobster-Schnitt |
Worauf achten
- Passform: eng, aber nicht einschnürend. Keine Falten in der Handfläche
- Polsterung: Gel oder Schaumstoff an Handballen und Ulnar-Zone
- Material: Synthetik trocknet schneller als Leder
- Abziehschlaufe: klingt unwichtig, ist es aber nach 80 km mit verschwitzten Händen nicht
Fazit
Radhandschuhe kosten 15–40 € und lösen Probleme, die du ohne sie erst nach 50 km merkst. Grip, Komfort, Schutz — es gibt keinen guten Grund, sie wegzulassen.
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