Radfahren nach Alkohol — Regeln, Promillegrenzen und Konsequenzen
Nach dem Bier mit dem Rad nach Hause — das klingt harmloser als Autofahren. Ist es auch. Aber ab einer bestimmten Grenze wird es teuer und kann den Führerschein kosten.
Promillegrenzen für Radfahrer
| Promille | Rechtliche Folge |
|---|---|
| Unter 0,3 | Keine — solange du sicher fährst |
| 0,3–1,59 | Strafbar bei Ausfallerscheinungen oder Unfall (relative Fahruntüchtigkeit) |
| Ab 1,6 | Straftat — absolute Fahruntüchtigkeit, auch ohne Auffälligkeiten |
Was droht ab 1,6 Promille?
- Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis 1 Jahr
- MPU-Anordnung (Medizinisch-Psychologische Untersuchung)
- Eintrag ins Fahreignungsregister
- Im schlimmsten Fall: Entzug der Fahrerlaubnis — auch des Autoführerscheins
MPU wegen Radfahren?
Ja. Bei 1,6 Promille auf dem Fahrrad kann die Führerscheinstelle eine MPU fordern, bevor du deinen Autoführerschein zurückbekommst. Das kostet 1.500–3.000 € und dauert Monate.
Relative Fahruntüchtigkeit (0,3–1,59)
Unterhalb von 1,6 Promille bist du nur strafbar, wenn du auffällig fährst: Schlangenlinien, Rotlichtverstoß, Unfall. Dann greift § 316 StGB (Trunkenheit im Verkehr) — gleiche Konsequenzen wie oben.
E-Bike und Pedelec
- Pedelec (bis 25 km/h): Gilt als Fahrrad — gleiche Regeln wie oben
- S-Pedelec (bis 45 km/h): Gilt als Kraftfahrzeug — 0,5-Promille-Grenze wie beim Auto
Praktische Empfehlung
- 1–2 Bier und eine kurze Heimfahrt: in der Regel kein Problem
- Ab dem dritten Bier: Taxi, ÖPNV oder schieben
- Nie betrunken auf viel befahrenen Straßen fahren — Unfallrisiko steigt exponentiell
Fazit
Radfahren nach einem Bier ist legal. Ab 1,6 Promille wird es zur Straftat mit Führerschein-Konsequenzen. Die 1,6-Grenze klingt hoch — ist aber nach 4–5 Bier schnell erreicht.
Trainiere smarter mit WattLog.pro
WattLog.pro sammelt Daten von deinem Trainer und zeigt, was wirklich mit deiner Form passiert.
WattLog.pro kostenlos testen →