Intervalltraining auf dem Rollentrainer: 5 bewährte Workout-Strukturen
Der Rollentrainer ist die perfekte Umgebung für Intervalltraining. Kein Wind, keine Ampeln, keine Abfahrten — du kannst jede Sekunde exakt die Leistung treten, die du brauchst. Hier sind fünf Workout-Strukturen, die sich in der Praxis bewährt haben.
1. Sweet-Spot-Intervalle
Ziel: Maximale Anpassung bei moderater Belastung
Struktur: 2 × 20 Min bei 88–93 % der FTP, 5 Min Pause
Sweet Spot liegt genau zwischen Tempo und Schwellenbereich. Du trainierst hart genug, um starke Anpassungen auszulösen, aber nicht so hart, dass du tagelang regenerieren musst. Ideal für die Grundlagenphase und als Einstieg ins strukturierte Training.
2. VO2max-Intervalle
Ziel: Maximale Sauerstoffaufnahme verbessern
Struktur: 5 × 4 Min bei 106–120 % der FTP, 4 Min locker dazwischen
Diese Intervalle sind kurz und intensiv. Du sollst am Ende jedes Blocks das Gefühl haben, dass eine weitere Minute kaum möglich wäre. Auf dem Trainer besonders effektiv, weil du die Leistung konstant halten kannst.
3. Over-Under-Intervalle
Ziel: Laktattoleranz und Schwellenleistung
Struktur: 3 × 12 Min, abwechselnd 2 Min bei 95 % FTP (Under) und 1 Min bei 105 % FTP (Over), 6 Min Pause
Diese Wechsel zwischen knapp unter und knapp über der Schwelle trainieren deinen Körper, Laktat unter Belastung abzubauen. Eine der effektivsten Methoden, um die FTP zu steigern.
4. Tempo-Intervalle
Ziel: Ausdauer im mittleren Bereich
Struktur: 3 × 15 Min bei 76–85 % der FTP, 5 Min Pause
Weniger intensiv als Sweet Spot, aber dafür länger und öfter in der Woche möglich. Gut geeignet für Wochen mit hohem Trainingsvolumen, wenn die Beine schon müde sind.
5. Kurze anaerobe Sprints
Ziel: Schnellkraft und neuromuskuläre Leistung
Struktur: 8 × 30 Sek maximal, 4,5 Min Pause
Maximale Sprints auf dem Trainer trainieren die Rekrutierung schneller Muskelfasern. Die langen Pausen sind wichtig — es geht nicht um Ermüdung, sondern um maximale Qualität jedes Sprints.
Tipps für die Umsetzung
- Aufwärmen: Mindestens 10–15 Minuten locker einfahren, bevor du ins erste Intervall gehst.
- ERG-Modus: Nutze den ERG-Modus deines Smart Trainers für präzise Leistungssteuerung.
- Nicht übertreiben: Zwei bis drei Intervall-Sessions pro Woche reichen. Die restlichen Tage gehören der Grundlage und der Erholung.
- Dokumentieren: Zeichne jede Session auf, um deinen Fortschritt zu verfolgen.
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