Radfahren im Herbst — Vorbereitung und Tipps
Der Herbst ist die unterschätzte Jahreszeit fürs Radfahren. Goldenes Licht, leere Straßen, angenehme Temperaturen. Aber: Laub, Nässe und Dunkelheit fordern Anpassung.
Gefahren im Herbst
- Nasses Laub: Rutschig wie Eis — besonders in Kurven und auf Radwegen
- Frühe Dunkelheit: Ab Oktober ist es um 17 Uhr dunkel
- Nässe: Längere Bremswege, schlechte Sicht
- Temperaturstürze: Morgens 5 °C, mittags 18 °C — Schichtsystem nötig
Kleidung im Herbst
- Basis: Langarm-Trikot oder Kurzarm + Armstulpen
- Beine: Knielinge ab 15 °C, Bib-Tights ab 10 °C
- Wind/Regen: Dünne Windweste (packbar) — das wichtigste Herbst-Kleidungsstück
- Hände: Leichte Handschuhe ab 10 °C
- Sichtbarkeit: Reflektierende Elemente, helle Farben
Rad vorbereiten
- Licht prüfen oder montieren — StVZO-konform
- Reifen mit mehr Profil aufziehen (wenn möglich)
- Schutzbleche montieren
- Kette frisch ölen (Nassschmiermittel)
- Bremsen prüfen — Nässe verlängert den Bremsweg
Fahrtechnik anpassen
- In Kurven aufrecht bleiben — Laub ist unberechenbar
- Kanaldeckel, weiße Straßenmarkierungen und Holzbrücken bei Nässe meiden
- Reifendruck 0,5 bar senken — mehr Auflagefläche bei Nässe
- Abstand zum Vordermann vergrößern
Training im Herbst
Der Herbst ist ideal für:
- Grundlagentraining (Zone 2) — Saison ausklingen lassen
- Lange Ausfahrten bei mildem Wetter nutzen
- Übergang zum Indoor-Training vorbereiten
- Radcheck und Wartung vor dem Winter
Fazit
Herbst = beste Temperaturen, schönste Landschaft, aber rutschige Straßen. Windweste, Licht, vorsichtig in Kurven — dann sind Oktober und November die schönsten Radmonate.
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