Glykogen — der Treibstoff, den jeder Radfahrer verstehen sollte

Wenn deine Beine plötzlich schwer werden und nichts mehr geht, ist dein Glykogen leer. Dieser Moment heißt „Hungerast" — und er ist vermeidbar, wenn du verstehst, wie Glykogen funktioniert.

Was ist Glykogen?

Glykogen ist gespeicherte Glukose — dein Körper lagert Kohlenhydrate als Glykogen in Muskeln (300–400 g) und Leber (80–100 g). Zusammen etwa 1.600–2.000 kcal Energie. Klingt viel, reicht aber nur für 60–90 Minuten intensives Radfahren.

Glykogen vs. Fett

GlykogenFett
Speicher~2.000 kcal~50.000+ kcal
VerfügbarkeitSofort, schnellLangsamer, braucht Sauerstoff
Nutzung beiHoher IntensitätNiedriger Intensität
Auffüllung24–48 StundenMonate

Bei niedriger Intensität (Zone 2) nutzt dein Körper hauptsächlich Fett. Je intensiver, desto mehr Glykogen wird verbraucht.

Glykogenspeicher füllen

Am Tag vor der Fahrt

Kohlenhydratreich essen: Pasta, Reis, Kartoffeln, Brot. Ziel: 7–10 g Kohlenhydrate pro kg Körpergewicht bei langen Fahrten.

Vor der Fahrt (2–3 h)

Leichte Mahlzeit mit 1–2 g/kg Kohlenhydraten. Beispiel: Haferflocken mit Banane.

Während der Fahrt

Ab 60 Minuten: 30–60 g Kohlenhydrate pro Stunde zuführen, um den Verbrauch auszugleichen.

Nach der Fahrt

In den ersten 30–60 Minuten: 1–1,2 g/kg Kohlenhydrate. Das Fenster für schnelle Glykogen-Resynthese ist hier am größten.

Hungerast vermeiden

Fazit

Glykogen ist endlich. Wer es versteht, fährt länger, härter und ohne den gefürchteten Einbruch. Füllen, nachliefern, rechtzeitig essen — der Rest erledigt sich.

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