Dehnen vor und nach dem Radfahren — welche Übungen helfen

Die Hüftbeuger sind verkürzt, der Rücken steif, die Hamstrings fühlen sich an wie Drahtseile. Radfahren fördert Verkürzungen — Dehnen gleicht sie aus.

Vor dem Fahren: Dynamisch

Kein statisches Dehnen vor dem Training — es senkt kurzfristig die Kraft. Stattdessen dynamische Mobilisierung:

Dauer: 3–5 Minuten. Oder einfach die ersten 10 Minuten locker in Zone 1 fahren.

Nach dem Fahren: Statisch

Jetzt ist der Körper warm — der beste Zeitpunkt für Dehnungen. Jede Position 20–30 Sekunden halten:

1. Hüftbeuger (Iliopsoas)

Ausfallschritt, hinteres Knie am Boden. Hüfte nach vorne schieben. Die wichtigste Dehnung für Radfahrer — stundenlange Beugung verkürzt den Hüftbeuger.

2. Hamstrings

Fuß auf eine Erhöhung, Bein gestreckt, Oberkörper nach vorne beugen. Nicht wippen.

3. Quadrizeps

Im Stehen: Fuß zum Gesäß ziehen, Knie zusammen. Hüfte nach vorne drücken.

4. Waden

Wand-Dehnung: Vorderfuß an die Wand, Ferse am Boden, Hüfte nach vorne.

5. Piriformis (Gesäß)

Rückenlage, Knöchel aufs gegenüberliegende Knie, Oberschenkel zum Körper ziehen. Löst Spannung im tiefen Gesäß.

6. Nacken und Schultern

Ohr zur Schulter neigen (30 Sek. pro Seite). Schultern kreisen.

Was du nicht brauchst

Fazit

Vor dem Fahren: dynamisch mobilisieren oder locker einrollen. Nach dem Fahren: 6 statische Dehnungen, 10 Minuten. Hüftbeuger und Hamstrings sind die wichtigsten — der Rest ist Bonus.

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