Brustgurt oder optischer Sensor — welcher Pulsmesser fürs Rad?
Herzfrequenz ist die einfachste Trainingsmetrik — jeder hat ein Herz, kein teurer Leistungsmesser nötig. Aber die Genauigkeit hängt vom Sensor ab.
Brustgurt
Misst die elektrische Aktivität des Herzens direkt über Hautelektroden.
- Genauigkeit: Gold-Standard. ±1 Schlag/Min.
- Vorteile: Genau bei Intervallen, kein Lag, funktioniert bei allen Hauttypen
- Nachteile: Kann verrutschen, manche empfinden ihn als unbequem, Elektroden brauchen Feuchtigkeit
- Empfehlung: Polar H10, Garmin HRM-Pro Plus, Wahoo TICKR
Optischer Sensor (Handgelenk)
Misst Pulsänderungen über LED-Licht durch die Haut.
- Genauigkeit: Gut bei gleichmäßiger Belastung, schlecht bei Intervallen und Kälte
- Vorteile: In Smartwatches integriert, kein extra Gerät, komfortabel
- Nachteile: Lag bei schnellen HR-Wechseln, ungenau bei dunkler Haut oder Tattoos, Handschuh-Problem
Optischer Sensor (Arm)
Am Oberarm oder Unterarm getragen — besserer Hautkontakt als am Handgelenk.
- Genauigkeit: Nahe am Brustgurt, besser als Handgelenk
- Vorteile: Kein Brustgurt-Unbehagen, guter Kompromiss
- Nachteile: Extra Gerät, Akku laden
- Empfehlung: Polar Verity Sense, Wahoo TICKR FIT
Vergleich
| Brustgurt | Handgelenk | Armband | |
|---|---|---|---|
| Genauigkeit | ★★★★★ | ★★★ | ★★★★ |
| Komfort | ★★★ | ★★★★★ | ★★★★ |
| Intervalle | Exakt | Ungenau | Gut |
| Preis | 40–90 € | In Uhr enthalten | 70–100 € |
Was für Radfahrer zählt
- Bei wattbasiertem Training ist HR sekundär — Handgelenk reicht
- Bei herzfrequenzbasiertem Training (ohne Powermeter): Brustgurt oder Armband
- Für Intervalltraining: unbedingt Brustgurt — optische Sensoren zeigen falsche Werte bei schnellen Wechseln
Fazit
Brustgurt für maximale Genauigkeit. Armband als Kompromiss. Handgelenk für Zone-2-Fahrten und wenn du eh eine Smartwatch trägst. Kein Sensor ist besser als keiner.
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