Radausflug am langen Wochenende — so planst du die Tour

Ein langes Wochenende ist ideal für einen Radausflug — 3–4 Tage erlauben es, eine neue Region zu erkunden, ohne Urlaub nehmen zu müssen. Aber ein spontaner Aufbruch ohne Plan endet schnell in logistischem Chaos: voll gebuchte Unterkünfte, falsches Gepäck und zu viel Kilometer am ersten Tag.

Wie viele Kilometer pro Tag sind realistisch?

Levelkm/TagGelände
Einsteiger40–60 kmFlach, Asphalt
Regelmäßig fahrend60–100 kmHügelig, gemischt
Erfahren100–150 kmBergig, Gravel

Plane bei mehrtägigen Touren 20–30 % weniger als deine normale Sonntagsdistanz. Ermüdung akkumuliert sich — Tag 3 fühlt sich bei gleicher Distanz deutlich schwerer an als Tag 1. Ein TSS-Budget von 300–400 pro Tag ist für trainierte Fahrer ein realistischer Richtwert.

Streckenplanung: Runde oder Punkt-zu-Punkt?

Was ist der Unterschied zwischen Rundroute und Punkt-zu-Punkt?

Eine Rundroute endet dort, wo sie beginnt — kein Rücktransport nötig. Punkt-zu-Punkt gibt mehr Flexibilität in der Streckengestaltung, erfordert aber eine Rückreiselösung (Zug, Bus, zweites Auto).

Gepäck für 2–3 Tage

Welches Gepäcksystem ist beim mehrtägigen Radfahren sinnvoll?

Bikepacking-Taschen (Rahmentasche, Lenker-Roll, Satteltasche) verteilen das Gewicht besser als Packtaschen und senken den Schwerpunkt. Für Asphalt-Touren mit Gepäckträger sind Ortlieb-Packtaschen bewährt. Kein Rucksack — feuchter Rücken nach 5 Stunden ist kein angenehmes Erlebnis.

Übernachtung

Verpflegung auf der Strecke

Verlasse dich nicht darauf, alle 30 km ein Restaurant zu finden. Nimm Vorräte für mindestens einen halben Tag mit: Energieriegel, Gels, Bananen, belegte Brote. An Tankstellen und Bäckereien lässt sich die Flasche auffüllen. Bei mehrtägigen Touren ist die Abendmahlzeit entscheidend — spare nicht an Kohlenhydraten beim Dinner, der Glykogenspeicher muss über Nacht auffüllen.

Wetterplan B

Über 3–4 Tage ist Regen statistisch wahrscheinlich. Baue flexible Pufferzeit ein: kürzere Schleifen mit Rückzugsmöglichkeit, alternative Sehenswürdigkeiten oder ein geplanter Ruhetag in der Mitte der Tour. 100 km im Dauerregen auf nassem Asphalt ist kein Abenteuer — es ist Sturzrisiko und unnötiger CTL-Einbruch.

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