Mit dem Rad zur Arbeit pendeln — 20 km pro Strecke
20 km einfach bedeuten 40 km am Tag. Klingt viel? Auf dem Rad sind das 45–70 Minuten. Viele Menschen stehen so lange im Stau. Aber kann man das wirklich jeden Tag machen?
Wie lange dauern 20 km auf dem Rad?
| Fahrradtyp | Durchschnittstempo | Zeit für 20 km |
|---|---|---|
| Cityrad | 15–18 km/h | 65–80 min |
| Rennrad / Gravel | 22–28 km/h | 43–55 min |
| E-Bike | 25–30 km/h | 40–48 min |
Mit einem Rennrad in gemäßigtem Tempo — knapp eine Stunde. Rechne 10 Minuten zum Umziehen dazu. Vergleiche das mit der Autofahrt im Berufsverkehr — oft kommt es aufs Gleiche heraus.
So bereiten Sie sich vor
Erste Woche: nicht jeden Tag fahren
Starten Sie mit 2–3 Tagen pro Woche. Der Körper braucht Anpassung — weniger an die Strecke selbst als an das frühere Aufstehen und die regelmäßige Belastung. Nach 2–3 Wochen können Sie auf 4–5 Tage erhöhen.
Streckenplanung
Erkunden Sie die Route am Wochenende ohne Zeitdruck. Suchen Sie Radwege, Nebenstraßen, Uferpromenaden. 20 km auf ruhigen Wegen sind ein Vergnügen. 20 km im Stadtverkehr sind Stress.
Ausrüstung
- Fahrrad — Rennrad oder Gravel ist ideal für 20 km. Ein Cityrad geht auch, aber langsamer.
- Packtaschen statt Rucksack — ein Rucksack auf 20 km bedeutet nassen Rücken. Investieren Sie in Packtaschen.
- Wechselkleidung — lassen Sie am Montagmorgen einen Wochensatz Kleidung im Büro.
- Beleuchtung — im Herbst und Winter fahren Sie in beide Richtungen im Dunkeln. Gute Beleuchtung ist Pflicht.
Schweiß und Hygiene
Bei 20 km werden Sie schwitzen — das ist unvermeidlich. Lösungen:
- Dusche im Büro — ideal. Fragen Sie nach, bevor Sie annehmen, dass es keine gibt.
- Keine Dusche — fahren Sie langsamer (ruhiges Tempo = weniger Schweiß) und frischen Sie sich mit Feuchttüchern auf.
Wie viel sparen Sie?
40 km täglich mit dem Auto × 220 Arbeitstage = 8.800 km pro Jahr. Bei 7 l/100 km und 1,80 €/l sind das rund 1.100 € allein an Sprit. Plus Parkgebühren, Verschleiß, Versicherung — realistisch 2.500–4.000 € im Jahr.
Wetter und Winter
20 km im Regen sind mit guter Regenjacke und Schutzblechen machbar. 20 km bei Frost erfordern die richtige Kleidung. Am schlimmsten ist der Bereich 0–5 °C mit Regen — da greifen selbst hartgesottene Radpendler zum ÖPNV-Ticket.
Sie müssen nicht jeden Tag und bei jedem Wetter fahren. 3-mal pro Woche das ganze Jahr über sind 120 km wöchentlich — mehr als bei vielen Wochenend-Radlern.
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