Fahrradhelm fürs Kind auswählen — Größe, Passform, Sicherheit

Ein Kinderkopf ist wertvoller als jedes Fahrradteil, und ein guter Helm kostet weniger als die meisten Spielzeuge. Das Problem: Ein falsch gewählter oder falsch sitzender Helm schützt nur zum Schein. So wählst du die richtige Größe, worauf du achten musst und wie du den Helm richtig einstellst, damit er seine Aufgabe wirklich erfüllt.

Zuerst die Größe — miss den Kopfumfang

Die Helmgröße richtet sich nicht nach dem Alter des Kindes, sondern nach dem Kopfumfang. Miss ihn mit einem weichen Maßband etwa 1–2 cm über Augenbrauen und Ohren, an der breitesten Stelle. Hersteller geben Bereiche in Zentimetern an, z. B. 46–51 cm (Kleinkind), 50–55 cm (Kindergartenkind), 52–58 cm (älteres Kind).

Worauf beim Kauf achten

Passform — die 2-2-2-Regel

Der beste Helm der Welt nützt nichts, wenn er auf dem Scheitel sitzt. Nach dem Aufsetzen drei Dinge prüfen:

  1. Zwei Finger über den Augenbrauen — so viel Platz sollte zwischen Augenbrauen und Helmkante sein. Der Helm sitzt waagerecht, nicht nach hinten gekippt.
  2. Riemen in V-Form unter den Ohren — die Gabelung der Riemen umschließt das Ohr von unten.
  3. Zwei Finger unters Kinn — so viel Spiel bei geschlossener Schnalle lassen. Danach das Kind bitten, den Mund weit zu öffnen — der Helm sollte sich leicht auf den Kopf drücken.

Zum Schluss den Kopf des Kindes sanft schütteln (oder es selbst tun lassen) — ein gut sitzender Helm verrutscht nicht unabhängig von der Stirnhaut.

Wann den Helm austauschen

Ein Helm ist im Falle eines Unfalls ein Einwegprodukt. Austauschen, wenn:

Kaufe keine gebrauchten Helme — du weißt nicht, ob sie schon einen Sturz "abgearbeitet" haben.

Fazit

Ein guter Kinderhelm bedeutet: richtige Größe (gemessen, nicht geschätzt), Zertifikat EN 1078, geringes Gewicht und — vor allem — korrekte Passform nach der 2-2-2-Regel. Die Regeln sind dieselben wie bei Erwachsenen.

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